Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Guten Morgen Österreich

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Verantwortung in einer aus den Fugen geratenen Welt". Gedanken des Pastors und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer anlässlich des 75. Jahrestages seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten vom katholischen Theologen Gunter Prüller-Jagenteufel Am 9. April jährt sich zum 75. Mal der Todestag Dietrich Bonhoeffers, der als evangelischer Pfarrer und Theologe im Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime aktiv war. Er gehörte dem Kreis um Admiral Canaris und Oberst Stauffenberg an, die mit der Tötung Hitlers die Macht der Nazis brechen und den Zweiten Weltkrieg beenden wollten. Einen Monat vor Kriegsende wurde er gemeinsam mit einigen noch lebenden Mitverschwörern auf direkten Befehl Hitlers im KZ Flossenbürg gehängt. Der Theologe Gunter Prüller-Jagenteufel will in seinen "Gedanken für den Tag" zu Dietrich Bonhoeffer dessen Sicht des christlichen Glaubens beleuchten; eines Glaubens, der sich "heute und hier" verwirklicht und in der bewussten Übernahme von Verantwortung - bis hin zum Martyrium - bewährt. Je tiefer der Glaube, so Bonhoeffer, desto konkreter und engagierter der Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. Gunter Prüller-Jagenteufel ist außerordentlicher Professor für Theologische Ethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seit über 20 Jahren faszinieren ihn die Person und Theologie Dietrich Bonhoeffers, über den er seine Habilitationsschrift und zahlreiche Artikel verfasst hat. Prüller-Jagenteufel sieht in Bonhoeffer nicht nur das Vorbild im christlichen Leben, sondern auch die intellektuelle Herausforderung, sich den konkreten Problemen der Zeit aktiv und mutig zu stellen. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. Wo sind wir, wenn wir Musik hören? Hier eine ebenso interessante wie vermutlich überflüssige Information - außer für diejenigen unter uns, die sich auch schon einmal gefragt haben, warum die alten, kaum mehr verwendeten Umlauf-Aufzüge "Paternoster" genannt werden? Der Name Paternoster verweist auf den katholischen Rosenkranz. Auf dieser Gebetskette gibt es zehn Kugeln für jeweils ein Ave Maria-Gebet und dann eine für das Vater unser, "Pater noster" im Lateinischen. Auch beim Paternoster-Aufzug sind die Transportkabinen wie auf einer Schnur aufgefädelt.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Bäume als sexuelle Wesen. Der Forstwissenschafter Thomas Geburek spricht über die Vermehrung von Waldbäumen. Teil 4: Vom Samen zum Sämling Gestaltung: Maria Harmer Samen, Pollen, Blüten - nicht unbedingt Worte, die man sofort mit heimischen Waldbäumen in Verbindung bringt. Männlich, weiblich und zwittrig wahrscheinlich noch weniger. Doch alle Bäume haben Blüten, auch wenn diese häufig nicht auffallen. Und dort sind die Stempel mit den Samenanlagen und den Staubgefäßen, in denen der Blütenstaub, der auch Pollen genannt wird, enthalten ist. Die Befruchtung der Blüten erfolgt bei den Bäumen durch Insekten oder durch den Wind. Aus den befruchteten Samenanlagen entwickeln sich die Samen. Es gibt Bäume, die männliche und weibliche Blüten besitzen. Bei anderen Baumarten kommen auf einem Exemplar nur männliche beziehungsweise weibliche Blüten vor. Und es gibt sogenannte "Zwitter", das heißt, jede einzelne Blüte ist männlich und weiblich zugleich. Nach der Befruchtung entwickeln sich Samen: bei Nadelbäumen in den Zapfen, bei Laubbäumen in den Früchten. Eicheln, Kastanien und Bucheckern haben alle genetischen Informationen in sich gespeichert und benötigen "nur" einen guten Platz, um zu einem großen und starken Baum heranzuwachsen. Immer geht es um den Fortbestand der Art, immer darum, zu viele verwandte Exemplare auf engem Raum zu verhindern und immer auch um die Vermeidung von "Inzest". Der Klimawandel und eingeschleppte Krankheitserreger und Schädlinge stressen die heimischen Waldbäume. Thomas Geburek vom Institut für Waldgenetik am Bundesforschungszentrum für Wald untersucht nicht nur die Genome und die Vermehrung, sondern er züchtet langfristig auch resistente Exemplare.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Wie die Millennials arbeiten wollen

Zwischen Sicherheitsdenken und Selbstverwirklichung (4). Gestaltung: Irmgard Wutscher Sie verlangen die 30-Stunden-Woche wegen der Work-Life-Balance und für ihre Arbeit ständig Lob und Ansprache. Sie wollen sich permanent weiterbilden und verändern, aber keine Verantwortung übernehmen. Das sind nur einige der Vorurteile, die Arbeitgeber/innen über die Generation Y oder auch Millennials haben. Gleichzeitig bescheinigen ihnen Beobachter/innen wie die ZEIT-Journalistin Kerstin Bund, dass sie eine stille Revolution in der Arbeitswelt vorantreiben würden, die zu besseren und menschenwürdigeren Arbeitsbedingungen für alle führen. Grob gefasst werden die Millennials oder auch Generation Y als die Alterskohorte der zwischen den frühen Achtzigern und den späten Neunzigern Geborenen. Sie vereint, dass sie mit dem Internet und in verschiedensten Wirtschaftskrisen groß geworden sind. Dass für sie die Versprechen der Generationen vor ihnen "Arbeite hart, dann wird was aus dir und dann genieße die Pension" so nicht mehr gelten. Weil die Arbeitswelt flexibler und unberechenbarer geworden ist, sind sie es auch bzw. sind sie nicht mehr bereit, dem Job alles zu opfern. Wo steht also diese Generation, die entweder gerade dabei ist in den Jobmarkt einzusteigen oder die ersten 10 Jahre im Arbeitsleben hinter sich hat? Können sie dank ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit (sie sind weniger und daher gefragt) wirklich die Arbeitswelt verändern? Oder sind sie die Generation Praktikum und Prekär, die mit dem eigenen Laptop im Kaffeehaus arbeitet und noch immer auf den fixen Vertrag wartet? Beides, weiß Irmgard Wutscher, die sich in Coworking-Spaces, Kreativagenturen aber auch klassische Betriebe und Arbeitsagenturen aufgemacht hat, um mit der den Millennials und ihren Nachfolgerinnen, der Generation Z (nach 2000 Geborene) über ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt, ihr Verhältnis zur Arbeit und ihre Sicht auf die Zukunft zu sprechen. Zusätzlich fragt sie Expert/innen, welche Trends sich verstärken und wie eine Arbeitswelt der Zukunft aussehen könnte.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das Casting neuer Ideen (4). Gestaltung: Stefan Niederwieser, Sarah Kriesche, Ilse Huber, Margit Atzler Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] wird das Zukunftspotential Österreichs präsentiert. Eingeladen sind 20 bis 30-Jährige in kurzen Videoclips vorzustellen, was sie neu und anders machen. Im Fokus steht eine Generation, für die das Internet niemals neu war und die im Schatten der Erderwärmung erwachsen wurde. Was ist gefragt? Innovative Ideen, die heute bestehende Technologien, Dienstleistungen sowie gesellschaftliche und politische Prozesse verändern oder ersetzen sollen und damit zur "Reparatur der Zukunft" beitragen. Ideen, die Probleme erkennen, und Lösungen anbieten: von Klimaschutz, Armutsbekämpfung, bis zu innovativen Businessideen, von privaten Gesprächsrunden, Podcasts, Umweltschutz, Sharing-Initiativen bis zu Forschungsprojekten, von digitalen Apps, Fashion, Lernhilfen, Events, Partys, sozialen Innovationen bis hin zu selbstproduzierten Dingen aller Art. Erlaubt ist alles, was selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht wird. Das Radiokolleg berichtet über eingereichte Projekte, wie die Zukunft im Jetzt repariert werden kann. *Cleanvest - Investieren für eine bessere Welt* Im November letzten Jahres veröffentlichte das social Impact-Unternehmen ESG-Plus die Plattvorm "Cleanvest". Die Leiterin, Elisabeth Müller, versteht sich als Nachhaltigkeitsübersetzerin für die Finanzbranche. Ihre Vision, die sie mit der Plattform Cleanvest umsetzen will ist eine Umschichtung von Geld hin zu sozial Gerechten und klimaschonenden Unternehmen. Gestaltung: Sarah Kriesche Link: www.cleanvest.org/de/ *Oh Wow - Podcasts, die etwas ändern wollen* Oh Wow gibt Podcasts heraus zu nachhaltigem Investieren, zu weiblichen Vorbildern oder Philosophie. Das Label versteht sich als Agentur für Organisationen, die etwas ändern wollen. Jeanne Drach - ehemals Musikerin - hat Oh Wow gegründet, um Wissen und Mut zu vermitteln. Mittlerweile kann sie davon leben. Ihr geht es nicht zuletzt um Spaßverbreitung. Gestaltung: Stefan Niederwieser Link: http://ohwow.eu *Ankommen in Wien - Vom ersten Schritt zum permanenten Austausch* Wer sich an die vielen Ankömmlinge in Österreich erinnert, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet waren, hat die improvisierten Kleider- und Essensausgaben an den Bahnhöfen genauso vor Augen wie die medizinische und hygienische Versorgung. Viele Hände halfen 2015 spontan mit. Aus den unzähligen Ersthilfe-Initiativen hat sich der Verein "Ankommen in Wien" etabliert. An der Seite der Gründerin, Sigrid Spenger, arbeiten noch zwei weitere Personen, die vor allem Geflüchtete aus Afghanistan begleiten und betreuen. Gestaltung: Ilse Huber

09.45 Uhr
Radiokolleg - Das Jahrhundertalbum Bitches Brew

Wie Miles Davis den Electric Jazz erfand (4). Gestaltung: Thomas Mießgang Donald Fagen, Mastermind der slicken und bis ins kleinste klangliche Detail durchorganisierten Band Steely Dan, hasste das Album: "Bitches Brew klingt, als ob die Platte auf einer Müllhalde aufgenommen worden wäre. Miles Davis wollte offenbar Funk spielen und wählte die falschen Typen dafür aus. Die beherrschten den Stil einfach nicht, sie waren viel zu chaotisch". Dies stellte allerdings eine Minderheitenmeinung dar, denn zahlreiche andere Kritiker waren zwar ebenfalls irritiert, dass der sensible Poet eines romantisch gedämpften Trompetenklanges plötzlich derart aggressiv-krachende Musik produzierte, jedoch auch fasziniert: Das Album mit seinem surrealen Cover und einem revolutionären Klang-Amalgam aus Rock-Rhythmen, elektronischen Keyboardklängen, verzerrten Gitarrentönen und Trompetensignalen, die in der Unendlichkeit eines virtuellen Grand Canyon zu verhallen scheinen, galt schnell als Klassiker. Schon 1976 hatte sich "Bitches Brew" 500.000 mal verkauft - eine für Jazz fast unvorstellbare Größenordnung - und gleichzeitig einen Trend eingeleitet, der die gesamte Dekade beherrschen sollte: Electric Jazz, auch als Jazzrock oder Fusion bekannt. Zahlreiche Musiker, die auf "Bitches Brew" mitwirkten - der Gitarrist John McLaughlin, der Saxophonist Wayne Shorter, die Pianisten Joe Zawinul und Chick Cores, der Bassist Dave Holland - wurden wenig später zu Fusion-Superstars und konnten die Botschaft vom Jazz, der durch Elektrifizierung eine neue Durchschlagskraft erhielt, in einem Massenpublikum verankern. Doch "Bitches Brew" war nicht nur aufgrund der Kollision von Sly Stones Funk-Rhythmen mit den atonalen Klang-Entäußerungen der Fire Music aus den Sixties bahnbrechend, sondern auch wegen der völlig neuen Verwendung des Aufnahmestudios. Teo Macero, der nicht nur ein begnadeter Toningenieur war, sondern der wesentliche Klangregisseur an der Seite von Miles Davis, zerschnitt die Bänder der Sessions, und collagierte die Partikel, angereichert durch Hall und Echo-Effekte so, dass eine Art von Hypertext entstand, der nicht die Authentizität des Improvisationsvermögens der Musiker abbildete, sondern die verführerische Künstlichkeit einer kubistischen Sound-Skulptur. Das Erstaunlichste an "Bitches Brew" ist allerdings, dass das luxuriöse Doppelalbum im Gegensatz zu zahlreichen schlecht gealterten Platten aus den 1970er Jahren heute noch so frisch und zukunftsneugierig klingt wie am ersten Tag. Damals schrieb der Rolling Stone: Die elektrische Musik von Miles Davis sei "so reichhaltig in Form und Substanz, dass sie jeden, der zuhört, zu ausschweifenden Expeditionen der Imagination einlädt".

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Nina Polaschegg Schuberts Arpeggionen-Sonate in Interpretationen für Viola, Violoncello, Kontrabass und Arpeggione Sie schaut aus wie ein Violoncello mit Bünden, wird gestrichen und gezupft - die Arpeggione. Erfunden hat dieses Instrument der Wiener Geigenbauer Johann Georg Stauffer im Jahr 1823. Ein langes Leben war ihr nicht beschert. Nur wenige Kompositionen sind für dieses eher zart klingende Instrument überliefert. Eine Sonate allerdings zählt zu den wunderbaren Werken dieser Zeit - Franz Schuberts "Arpeggionen-Sonate". Heute gibt es wenige Musiker/innen, die sich die Mühe machen, dieses besondere Instrument zu erlernen. Doch einige haben sich in die Klangwelt zwischen Cello und Gitarre eingearbeitet und vermögen es, diese Musik im Originalklang zum Leben zu erwecken. Doch auch Bratschist/innen, Cellist/innen und Kontrabassist/innen haben sie in ihr Repertoire aufgenommen. Und schon diese reiche Klangvielfalt verschiedener Streichinstrumente lässt ganz unterschiedliche Interpretationen entstehen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Rosewater". Von Tade Thompson. Aus dem Englischen von Jakob Schmidt Karoo arbeitet seit genau vierzig Minuten und schon setzen die Angstzustände wieder ein. Dabei hat er einen guten Arbeitsplatz, hoch oben in der Kuppel der Integrity Bank, mit Blick auf die Stadt. Die Klimaanlage arbeitet, wie sie soll, und auch sein Kampf gegen Hacker und andere Freibeuter als Hüter der Firewall der Bank scheint heute nicht besonders schwierig zu sein. Es ist der "Tag der Öffnung". An diesem Tag öffnet sich für ungefähr zwanzig Minuten eine Pore an der Südseite der Biokuppel, die sich über Rosewater wölbt, und jeder, der sich dann in der Nähe der Öffnung befindet, wird geheilt. Meistens jedenfalls. Auch Karoo pilgert zu dieser Pore, als Beobachter. Doch heute ist alles anders ... Gestaltung: Friederike Raderer.

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Lukas Resetarits: Wurscht Gestaltung: Stephan Pokorny Politik ist reduziert auf Propaganda in der bezahlten Gratis-Boulevardpresse. WURSCHT! Soziopathen regieren Weltmächte. WURSCHT? Im Schnitzelland geht's ZACK ZACK ZACK! und GLOCKGLOCKGLOCK! WURSCHT! In knapp vier Jahren ebenso viele Regierungen. Wahlkampf in der Endlosschleife. Täter gebärden sich als Opfer der eigenen Schmutzkübelkampagnen. Da kann der Satiriker kaum mithalten. Fake-News und Message-Control dominieren. Lukas Resetarits ist es nicht WURSCHT, darum stellt er Fragen und sucht Antworten. Ein Live-Mitschnitt aus dem Stadtsaal Wien vom Dezember 2019.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Gerhard Krammer. Vier Celli und Antonio Vivaldi. Das Pulcinella Orchestra und die Cellistin Ophélie Gaillard haben sich prominenter Musik aus Venedig gewidmet: Antonio Vivaldis Konzerten für Violoncello. Die Solistin besitzt ein Instrument, das aus der Lagunenstadt kommt. Somit kann man ihren Klang bei Vivaldi durchaus als "authentisch" bezeichnen. Sie stellt diesen eindrucksvoll unter Beweis, im Cello-Solokonzert ebenso wie in den Werken für zwei, drei und vier Soloinstrumente! Neben technischen Perfektion ist auf dieser aktuellen Einspielung aber vor allem die Freude am gemeinsamen Ausloten von musikalischen Grenzen hörbar: von den Tempi über die Dynamik bis zur Wahl der Stücke - bei Ophélie Gaillard und dem Pulcilnella Orchestra sind sogar die Schatten bunt! BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Renaissance für Webers Waldweben? "Freischütz" und mehr, neu gehört Nach langer "Freischütz"-loser Zeit hat es Carl Maria von Webers vormaliges Erfolgsstück zu einer Neuaufnahme gebracht. Altmeister Marek Janowski dirigiert, "er"/Max ist heißester österreichischer Heldentenor-Export und bald Bayreuther Siegfried, Andreas Schager, "sie"/Agathe nach allgemeiner Fachmeinung Anwärterin fürs ganz große Wagner-Fach und bereits bewährt am "Grünen Hügel", Lise Davidsen (deren erstes Solo-Album ebenfalls blendend bewertet wurde). Viel "Weber neu" auch sonst: "Euryanthe" und "Peter Schmoll" aus Wien, "Oberon" unter "Originalklang"-erfahrener Leitung von einer deutschen Mittelbühne.

15.30 Uhr
Moment

Fremduntergebrachte psychisch erkrankte Jugendliche und das Versorgungssystem Erwachsenwerden ist mühsam. Es ist die Zeit der Identitätsfindung, einhergehend mit sozialen und biologischen Veränderungen. Eine Entwicklungsaufgabe, die mit der gesetzlichen Volljährigkeit noch nicht abgeschlossen ist. Besonders nicht, wenn Jugendliche an einer komplexen psychischen Erkrankung leiden. Das Erreichen des 18. Geburtstages stellt auch die Gesundheitsversorgung vor große Herausforderungen: Zuständigkeiten ändern sich, aufgebaute medizinische und soziale Beziehungen werden abrupt beendet und Jugendliche müssen sich in den neuen Strukturen der erwachsenenorientierten Versorgung zurechtfinden. Das kann schwerwiegende Folgen mit sich ziehen. Wie kann die psychiatrische Versorgung nachhaltig gegeben werden? Wie können vorherrschende Strukturen aufgebrochen werden? Die sozialpsychiatrische Wohngemeinschaft "Transition" leistet hier Pionierarbeit und denkt Übergänge in das Erwachsenenleben neu. Gestaltung: Olivia Wimmer Bis auf Weiteres ?. Berichte aus dem Homeoffice Gestaltung: Horst Widmer

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Was ist diese Woche in Österreich, Europa und der Welt los?, fragt Rudi seine Kolleginnen und Kollegen von den Ö1-Journalen. Denn Donnerstag ist Nachrichtentag. Gestaltung: Johann Kneihs

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Philosophieren über Alles und Nichts Gestaltung: Isabelle Engels Was ist hinter dem Weltall? Da das Weltall alles umfasst, kann dahinter nichts mehr sein. Frage beantwortet! Oder etwa doch nicht? Denn was ist "Nichts"? Ist es das Nicht-Weltall? Kann ein Nichts überhaupt sein, wenn es ja nicht ist? Über das Nichts zerbrechen sich Philosophen und Philosophinnen schon seit Jahrtausenden den Kopf. Und auch die Ö1 Kinderuni Reporter/innen denken scharf nach: Ist in einem leeren Glas "nichts" drin? Kann man an "nichts" denken? Wo fängt das Nichts an, wo hört es auf? Mindestens ebenso knifflig wie diese Frage, was hinter dem Weltall ist, ist jene, ob man zweimal in denselben Fluss steigen kann. Oder gar jene, ob man vor einem Jahr dieselbe Person war wie heute: nicht ganz, also eine andere? Im Gespräch zwischen den Ö1 Kinderuni Reporter/innen Aaron, Klara, Jakob-Andreas, Josef-Christoph, Emily und Ilvy mit Paul Tarmann vom Institut für Philosophie der Universität Wien stehen weniger die Antworten im Mittelpunkt, sondern die Fragen und das Nachdenken darüber. Denn darum geht's beim Philosophieren.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal Spezial

Österreichische Literatur im 21. Jahrhundert - Eine Anthologie

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. New-York-Abenteuer und introspektive Piano-Rhapsodien Ob Saxofonist Bernhard Wiesinger seine neue CD, die er in New York City mit den Kapazundern Kevin Hays (Klavier), Scott Colley (Bass) und Bill Stewart (Schlagzeug) aufgenommen hat, auf der für April/Mai geplanten Release-Tour tatsächlich wird präsentieren können, steht aufgrund der Corona-Krise in den Sternen. In den Ö1-Spielräumen findet das neue Album mit dem Titel "Notice That Moment" aber auf jeden Fall statt. Ebenso das neue Piano-Solo-Opus "No Love Without Justice" der in Wien lebenden Pianistin Verena Zeiner, die hier mit lyrischer Sensibilität den Blick nach innen richtet.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Begründer Preußens. Mit Jürgen Luh, Historiker und Publizist, verantwortlich für Wissenschaft und Forschung in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Gestaltung: Andreas Wolf Vor 400 Jahren wurde Friedrich Wilhelm von Brandenburg in Berlin geboren. Der aus dem Hause Hohenzollern stammende Adelige war Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches. Zudem führte er noch zahlreiche Adelstitel. Seinen Beinamen der "Große Kurfürst" trägt er in Anerkennung seiner pragmatischen und reformfreudigen Regierungspolitik. Diese, und seine Teilnahme am Zweiten Nordischen-, sowie am Schwedisch-Brandenburgischen Krieg legten den Grundstein für den Aufstieg Preußens zur Großmacht. Das ist das gängige Bild, dass über Friedrich Wilhelm schon seit Generationen verbreitet wird. Kreiert wurde dieser Mythos nicht zuletzt auch vom Herrscher selbst. Jürgen Luh, einer der profiliertesten Kenner der Preußischen Geschichte hat genauer recherchiert und ist zu völlig anderen Ergebnissen gekommen. An statt zielstrebig seine Macht zu erweitern, verfolgte Friedrich Wilhelm wohl keine eigenständige politische Strategie. Mit seinem häufigen Wechsel der Bündnispartner düpierte er schließlich Freund und Feind. Am Ende war es vor allem Glück, dass er sein ererbtes Land behalten konnte. Friedrich Wilhelm von Brandburg starb 1688 in Potsdam.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Chinas Kampf gegen das Coronavirus. Gestaltung: Josef Dollinger Am 3. Jänner hat unser China-Korrespondent Josef Dollinger zum ersten Mal im ORF-Radio über eine mysteriöse Lungenkrankheit in der zentralchinesischen Stadt Wuhan berichtet. Damals konnte er noch nicht wissen, dass sich daraus eine weltumspannende Pandemie mit zigtausenden Todesopfern entwickeln würde. Seither sind drei Monate vergangen, die den Alltag nicht nur in China grundlegend verändert haben. Das, was wir hier in Österreich und in Europa jetzt durchmachen, das hat China zum überwiegenden Teil bereits hinter sich. Josef Dollinger hat für das Journal-Panorama eine Chronologie der Ereignisse erstellt, angereichert mit Erlebnissen aus dem Corona-Alltag in China. Ein Rückblick auf 80 Tage Einsamkeit.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Warum Beethoven die Reihenfolge seiner Klavierkonzerte auf den Kopf stellte Von Sabine Nikolay Am 2. April 1800 fand im Theater an der Wien die Uraufführung des Klavierkonzerts Nr. 1 von Ludwig van Beethoven statt. Der Komponist, damals 29 Jahre alt, saß damals selbst am Klavier. Tatsächlich war das sogenannte "1. Beethoven-Klavierkonzert" aber das insgesamt 4.Klavierkonzert, das Beethoven komponierte. Die ersten beiden tragen keine Opuszahlen und entstanden noch in Bonn. In Wien arbeitete Beethoven dann an weiteren Klavierkonzerten. Die zwei nächsten Werke sind in falscher Reihenfolge nummeriert: Nummer 2 ist zuerst entstanden. Warum sind die beiden Werke so unterschiedlich? Warum nummerierte er die Klavierkonzerte in verkehrter Reihenfolge? War das die Entscheidung seines Verlags? Welche Gründe gab es für die Veränderungen nach den jeweiligen Uraufführungen? Eine Spurensuche im Archiv und der Musiksammlung der Stadt Wien, in der Sammlung alter Musikinstrumente in der Hofburg, eine Erkundigung bei heutigen Pianisten und Pianistinnen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Jean-Yves Thibaudet, Klavier; Lisa Batiashvili, Violine; Gautier Capuçon, Violoncello. Dmitri Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 c-Moll op. 8 * Maurice Ravel: Trio en la * Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio Nr. 2 c-Moll op. 66 * Zugabe: D. Schostakowitsch: Allegro con brio aus dem Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 (aufgenommen am 5. November 2018 im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Eva Teimel Dass drei herausragende Solisten auch ein herausragendes Ensemble ergeben, ist durchaus keine Selbstverständlichkeit. Kammermusik ist schließlich eine Gattung für sich. Die Geigerin Lisa Batiashvili, der Cellist Gautier Capuçon und der Pianist Jean-Yves Thibaudet bewiesen in ihrem gemeinsamen Konzert am 5. November 2018 im Großen Saal des Wiener Musikverein allerdings eindrücklich, dass es trotzdem geht.

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Die Macht der Worte kann gefährlich manipulativ sein." - Vjosa Hamiti, Germanistin und Politolinguistin Noch heute ist Vjosa Hamiti stolz darauf "an der Seite Rugovas für eine unabhängige Republik Kosovo mit Worten gekämpft zu haben." Als Übersetzerin in das Deutsche arbeitete Vjosa Hamiti in der Pressestelle des Schattenkabinetts unter Ibrahim Rugova, dem ersten Präsidenten des unabhängigen Kosovo. Die albanisch-sprachige Kosovarin brachte einen Gutteil ihrer Kindheit und Jugendzeit in Deutschland und in der Schweiz zu. 1990 kehrte sie nach Pri?tina zurück und studierte an der Untergrunduniversität, in Kellern und Garagen, Anglistik und Germanistik. Die albanische Bevölkerung war nach der Okkupation durch serbische Truppen zunehmend Repressalien ausgesetzt gewesen: Tausende Albaner wurden aus dem öffentlichen Dienst entlassen, die albanischen Medien von serbischen übernommen, die Akademie der Künste und Wissenschaften ist zugesperrt worden. Nach dem Krieg und einer Militärintervention der NATO erfolgte am 17.02.2008 die Unabhängigkeit, die von 114 der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen völkerrechtlich anerkannt wurde. Vjosa Hamiti wurde Professorin für Germanistik an der Universität Pri?tina. Als Wissenschaftlerin interessiert sie sich vor allem für die relativ junge Disziplin Politolinguistik: den länder- und kulturübergreifenden Vergleich politischer Sprache. "Die Macht der Worte", so die Sprachwissenschaftlerin, "kann gefährlich manipulativ sein. Wir sollten uns mehr mit Manipulation durch Sprache beschäftigen, um die Welt besser zu verstehen". Für die Ö1-Sendereihe "Im Gespräch" hat Vjosa Hamiti mit Andreas Obrecht in Pri?tina über die Zeit im politischen Untergrund, über Krieg, Sprache und kulturelle Identität gesprochen.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Das war der "Schalldämpfer". Volume 3 Gestaltung: Stephan Pokorny "Es ist so eine Art Kassiber, den ich unter die Leute schmuggle. Und es ist eine Herausforderung, die ich nicht missen möchte. Ich will Geschichten erzählen. Geschichten, die mich etwas angehen, die mich berühren, an die ich glauben kann." (Axel Corti über den "Schalldämpfer") Die Edition Ö1 präsentiert eine weitere Auswahl an Sendungen des beliebten Formats. Von der "Pogromnacht 1938" bis "Sorbett vom Gletscher", vom "Traum des Rabbi" bis "Velorex": Die Aktualität mancher Beiträge (zum Beispiele jene zum "Bedenkjahr" 1988) verblüfft, der Unterhaltungswert anderer ist ungebrochen.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Wie die Millennials arbeiten wollen. Zwischen Sicherheitsdenken und Selbstverwirklichung (4). Gestaltung: Irmgard Wutscher Reparatur der Zukunft. Das Casting neuer Ideen (4). Gestaltung: Team des Radiokollegs Das Jahrhundertalbum Bitches Brew. Wie Miles Davis den Electric Jazz erfand (4). Gestaltung: Thomas Mießgang

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Das legendäre Pariser Lautsprecherorchester zu Gast beim Elevat in Graz Der französische Komponist François Bayle entwickelte in den 1970er Jahren das Acousmonium, ein bis zu 80 Lautsprecher umfassendes Orchester. Er war Mitglied der Pariser Einrichtung GRM, der Groupe de Recherches Musicales, die einer handverlesenen Gruppe von Komponisten das Experimentieren mit elektroakustischen Klängen und Tonbandaufnahmen ermöglichte. Für das Elevate Festival in Graz brachte die INA GRM das Acousmonium nach Graz. Es wurden Kompositionaufträge an Größen der elektronischen und elektroakustischen Szene wie Jan Jelinek, Lucy Railton und KTL (dem Super-Duo rund um Sunn O) Gitarristen Stephen O'Malley und Editions-Mego-Labelchef Peter Rehberg) vergeben, die im Mumuth an zwei Abenden live präsentiert wurden. Die spannende Auseinandersetzung mit diesem exklusiven Lautsprecherensemble war bereits in einer Zeit-Ton-Sendung am 27. März zu hören und wird heute mit dem zweiten Teil komplettiert. Gestaltung: Astrid Schwarz

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten