Tagestipps

Montag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Arbeitnehmer/innen wollen sich "Pawahara" nicht mehr gefallen lassen. Gestaltung: Martin Fritz Im Land der aufgehenden Sonne geschieht neuerdings Unerhörtes: Japans Werktätige, die mit ihrem Arbeitseifer und Bienenfleiß einst den Westen das Fürchten lehrten, wehren sich in wachsender Zahl gegen Machtmissbrauch und Schikanen ihrer Vorgesetzten. Immer mehr Japaner/innen wollen sich nicht mehr erniedrigen, herabsetzen und psychisch quälen lassen. Die soziale Bewegung ist so stark, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer inzwischen vom Gesetzgeber Unterstützung erhalten haben. Nun sind die Unternehmen verpflichtet, vorbeugende Maßnahmen gegen das Mobbing von oben zu ergreifen. Dafür verwenden die Japaner das englische Wort "Power Harassment" und verkürzen es zu "Pawahara". Welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kräfte verhelfen diesem Aufstand zum Erfolg?

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Gry"s Graffiti - Monolog-Dialog mit Patti Smith Von Cindy Haug Coming of Age in den 80er Jahren Gry: Anja Franke Regie: Richard Hey Aufnahme des SR Anschließend: WDR 3 Foyer

Montag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Eric Clapton - Die Ikone des Bluesrock wird 75 Von Christiane Rebmann Jedes Jahr im November feiert Eric Clapton seinen "Zweit-Geburtstag", den Tag, an dem er zum letzten Mal von seiner Alkohol- und Drogensucht geheilt wurde. Immer wieder hatte der britische Musiker, der den Bluesrock von den 60er Jahren an in verschiedenen Bands und später solo maßgeblich beeinflusste, auf der Schwelle zum Tod gestanden. Inzwischen lebt der mit dem Slogan "Clapton is God" gefeierte Gitarrist und Sänger sehr zurückgezogen und geht nur noch ab und zu auf Tournee. Wir feiern seinen 75. Geburtstag am 30. März mit einem Portrait.

Montag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Der LKW-Transport und seine Alternativen Von Juliane Nagiller Auf Österreichs Autobahnen reiht sich oft LKW an LKW. Besonders betroffen ist die A1 bei Haid. Hier wurden letztes Jahr mehr als fünf Millionen Lastkraftwägen gezählt. An Werktagen ist dort jedes sechste Fahrzeug ein Schwerfahrzeug. Das ist belastend - für die Umwelt und die Anrainer/innen. Fast 80 Prozent der Güter werden von LKW transportiert. Darunter leiden Transitländer wie Österreich besonders stark. Schwerfahrzeuge beanspruchen nicht nur immer mehr Platz auf den Autobahnen, sondern beschädigen den Straßenbelag, verursachen Lärm und emittieren Treibhausgase. Billiger Diesel, die Ausbeutung osteuropäischer Fahrer und der Ausbau von Autobahnen und Schnellstraßen machen den LKW-Transport künstlich billig. Um die Klimaziele von Paris einzuhalten, braucht es dringend Alternativen. Warum ist der Güterverkehr auf der Schiene nicht attraktiv? Und wie zuverlässig sind Elektro-LKW?

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Permakultur - zurück zur Natur Wie weit trägt das Konzept? Von Stephanie Kowalewski (Wdh. v. 30.04.2019) Permakultur - das bedeutet so viel wie dauerhafte Landwirtschaft, die nachhaltig und ökologisch ist und die die Kreisläufe der Natur möglichst genau nachahmt. Die Idee dazu stammt aus Australien. Hier haben Bill Mollison und David Holmgren in den 70er-Jahren den Grundstein für das Konzept der nachhaltigen Landnutzung gelegt. Mischkulturen pflanzen, Fruchtfolgen beachten, Wassermanagement betreiben, Abfall reduzieren, Konsum begrenzen - das sind nur einige Stichworte der Permakultur. Angesichts schwindender Ressourcen, der Klimaveränderungen und des Tierwohlgedankens hat die Permakultur-Idee Konjunktur, auch in Deutschland. Es gibt Kurse, Symposien, Permakultur-Wanderungen, Permakultur-Garten-Besichtigungen. Das Konzept der nachhaltigen und fairen Güternutzung reicht inzwischen weit über den Gartenzaun hinaus - hinein in viele Lebensbereiche. Selbstversorger und Hobby-Landwirte stecken viel Enthusiasmus, Energie und Zeit in ihre Projekte. Wie weit trägt das Konzept Permakultur?

Montag 19:30 Uhr Ö1

On stage

Pianist Martial Solal im September 2018 im Porgy Bess, Wien Am 26. September 2018, exakt am 25. Gründungsjahrestag, machte sich das Wiener Porgy Bess das Gastspiel einer lebenden Legende des europäischen Jazz selbst zum Geburtstagsgeschenk: Der zu diesem Zeitpunkt 91-jährige französische Pianist Martial Solal, der anno 1953 noch mit Django Reinhardt aufnahm, in den folgenden Jahren als Hauspianist im Pariser Jazzclub Saint-Germain US-Musiker wie Stan Getz, Chet Baker oder Sidney Bechet begleitete und Filmmusik für Jean-Luc Godard komponierte, er bewies im Porgy Bess, dass er nichts von seiner pianistischen Brillanz verloren hat: Mit virtuoser Technik und Sinn für komplexe harmonische Reibungen ausgestattet, erwies sich Solal als junger Forschergeist an den Tasten, der Improvisation tatsächlich als Kunst des kreativen Moments begreift. Und der altbekannte Standards wie "My Funny Valentine", "Lover Man" oder "Night in Tunesia" in unerhörter, faszinierender Weise zu rekomponieren versteht. Ein glanzvoller Abend im Porgy Bess! Gestaltung: Marlene Schnedl

Montag 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Pori Jazz Concert Park Kirjurinluoto (Finnland) Aufzeichnung vom 18.07.2019 Ron Carter "Foursight" Quartet: Ron Carter, Bass Jimmy Greene, Saxofon Donald Vega, Klavier Payton Crossley, Schlagzeug Moderation: Matthias Wegner

Montag 21:04 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER GEGENWART

mit Andreas Göbel Die Komponistin und Cellistin Hildur Guðnadóttir Sie hat eine klassische Celloausbildung absolviert, spielt in Experimentalbands, Folk Music und komponiert elektronische Musik. Einem breiten Kreis bekannt wurde Hildur Guðnadóttir vor kurzem durch ihre Filmmusik zu ""Joker"". Mit ihrem collageartigen Mix aus Klassik, Film, Elektro und Konzeptkunst, einer, wie sie es nennt, ""faktenbasierten Musik"", steht sie für eine immer erfolgreicher werdende Richtung der zeitgenössischen Musik, die unabhängig von der klassischen Nachkriegsavantgarde eigene Klänge zwischen allen stilistischen Stühlen sucht und findet. Der Versuch einer Verortung.

Montag 21:05 Uhr Bayern 2

Theo.Logik

Ich und Ich. Ohne Alltag durch den Tag Loblied auf den Alltag? Was einem erst auffällt, wenn man es nicht mehr hat. Von Anna Giordano Osterrituale: Neue Ideen für Zuhause. Von Barbara Weiß Google unser. Wie das Handy unseren Alltag bestimmt. Interview mit Christian Hoffmeister Wer bin ich, wenn ich mir selbst begegnen muss? Fragen aus der Quarantäne. Von Veronika Wawatschek In Klausur. Lernen von den Mönchen? Interview mit Benediktinerpater Anselm Grün Moderation: Matthias Morgenroth Wie komme ich mit mir selbst klar, wie mit meiner Familie? Die eigenen vier Wände, sie sind derzeit für viele die Welt, den Ausgangsbeschränkungen geschuldet. Erst wenn man etwas nicht mehr hat, wird einem oft bewusst, wie wertvoll es war. So geht es vielen mit dem Alltag, der Arbeit, den Begegnungen, sogar der Schule. Schauen wir jetzt mit mehr Achtsamkeit auf uns und unseren Alltag? Das Handy ist für viele eine überlebenswichtige Brücke zur Welt. Schön längt vor Corona prägte die digitale Kommunikation unsere Tagesstruktur. Wann wird sie zu viel, was kann sie und was eben gerade nicht? Wer bin ich, wenn ich mir selbst begegnen muss? Welche Ängste tauchen auf, wo erlebe ich mich neu? Für viele wird am eigenen Leib erfahrbar, was Psychologie, Philosophie und Seelsorge meinen, wenn sie von Krise und Entwicklung sprechen. Das sagt auch der Benediktinerpater Anselm Grün. Auch er gibt eine Anleitung durch die Quarantäne hindurch - schließlich seien wir ja alle jetzt ein wenig zum mönchischen Leben in der Klausur verbannt. Auch er sagt: Struktur und eigene Rituale helfen durch den Tag.

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Gift

Von Lot Vekemans Vor mehr als zehn Jahren haben sie sich getrennt, jetzt treffen sie sich wieder: an dem Ort, wo ihr Kind begraben ist. Der Mann ging nach der Scheidung weg und hat ein neues Leben begonnen, wird bald wieder Vater werden. Die Frau ist geblieben, im gemeinsamen Haus, hat sich der Trauer überlassen und kann schon den bloßen Gedanken an Veränderung nicht ertragen. Der Anlass des Treffens ist ein Brief, in dem die Umbettung des Kindes angekündigt wird. Im Boden des Friedhofs wurde Gift gefunden. Aber warum lässt sich die ganze Zeit niemand von der Friedhofsverwaltung sehen? - "Mit ihrem wunderbaren Dialog von zwei Menschen, die erst ein Kind verloren haben, dann sich selbst und dann einander, trifft Vekemans direkt ins Herz", heißt es in der Jurybegründung für den Taalunie Toneelschrijfprijs, den die Autorin 2010 für "Gift" erhielt. Lot Vekemans, geboren 1965 in Oss, Holland, studierte Soziale Geografie an der Universität in Utrecht und besuchte die Schreibschule ""t Colofon" in Amsterdam. Seit 1995 ist sie als Autorin für Jugend- und Erwachsenentheater tätig, 2005 gründete sie die Theatercompany M.A.M. (Meerdere Antwoorden Mogelijk). Regie: Ulrich Gerhardt Komponist: Daniel Dickmeis Produktion: MDR 2012 Sprecher: Dagmar Manzel - Sie Robert Gallinowski - Er (67 Min.)

Montag 22:03 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Essay

Malath und die Vögel von Mosul Von Michaela Diers (Produktion 2018) Jeden Tag sitzen sie der Sprachlehrerin im Klassenzimmer gegenüber: "Die Flüchtlinge". Menschen von fernher. Mit ihren Kopftüchern. Mit ihren freundlichen Gesichtern. Mit ihrer Ratlosigkeit. Ihren Erinnerungen. Ihren Tränen. Eine poetische Meditation über die Heimat, das Ankommen, das Weitermachen. Das Präsenz, das Perfekt, das Futur ... "Noch nie ist mir eine Katastrophe so nah gekommen wie diese. Ihre Folgen sitzen in Gestalt der Menschen, die sie erlitten haben, vor mir."

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Schatten des Wahns (1/2) Nach dem Roman von Christian von Ditfurth Bearbeitung und Regie: Andrea Getto Mit: Michael Evers, Astrid Meyerfeldt, Michaela Steiger, Friedhelm Ptok, Heidrun Bartholomäus, Siemen Rühaak, Götz Schubert, Wolfgang Condrus, Alexander Khuon, Maik Solbach, Maria Hartmann, Eva Kryll, Eva Maria Kurz, Thaddäus Meilinger, Gerd Wameling, Claudia Hübbecker, Maja Schöne, Sebastian Becker, Michael Schumacher, Ulf Schmitt, Paul Schmidt-Branden, Özgür Özata Komposition: Michael Rodach Ton: Thomas Monnerjahn Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008 Länge: 54"26 (Teil 2 am 06.04.2020) Stachelmanns bester Freund, Kommissar Ossi Winter, wird tot an seinem Schreibtisch gefunden. Um ihn herum Dokumente aus der gemeinsamen Studenten- und Aktivistenzeit im Heidelberg der 70er-Jahre. War es Suizid? Stachelmann hat Zweifel. Nach Mitternacht erhält der Historiker Josef Maria Stachelmann die schreckliche Nachricht: Ossi ist tot. Oskar Winter, Oberkommissar von der Hamburger Kripo und Stachelmanns bester Freund, wurde tot an seinem Schreibtisch gefunden. Sein Kopf lag auf einem Aktenordner, darin Flugblätter, Zeitungsausrisse und Protokolle aus den 70er-Jahren, als Ossi und Stachelmann in Heidelberg studierten und an die Revolution glaubten. Alle Indizien sprechen für Freitod, doch Stachelmann hat seine Zweifel. Im Frühjahr 2020 sendet Deutschlandfunk Kultur zu Beginn jedes Monats einen Zweiteiler der Stachelmann-Reihe: Februar 2020: Mann ohne Makel März 2020: Mit Blindheit geschlagen April 2020: Schatten des Wahns Mai 2020: Lüge eines Lebens Christian von Ditfurth, 1953 in Würzburg geboren, Historiker, Journalist und Autor. Als Journalist schrieb er u.a. für den Spiegel und Sachbücher, zum Beispiel "Blockflöten" (1991) oder "Wachstumswahn" (1995). Er verfasste auch Kriminalromane und sogenannte alternativhistorische Romane wie zum Beispiel "Die Mauer steht am Rhein" (1999). Der erste Krimi mit dem Ermittler Stachelmann, der wie sein Autor Historiker ist, erschien 2002. Deutschlandfunk Kultur produzierte vier Kriminalhörspiele aus der Stachelmann-Reihe: " Mann ohne Makel" (2006), "Mit Blindheit geschlagen" (2006), "Schatten des Wahns" (2008) und "Lüge eines Lebens" (2010). Andrea Getto, geboren 1959, studierte Theaterwissenschaften und Romanistik in Berlin und arbeitet seit 1998 als Hörspielregisseurin und Autorin für verschiedene Rundfunkanstalten der ARD. Zuletzt führte sie für Deutschlandfunk Kultur Regie bei den Hörspiel-Krimis "Hinkel" von Susanne Ayoub sowie "Van Goghs Schweigen" und "Das Ende von Laura und Paul" von Christoph Prochnow. Schatten des Wahns (1/2)

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