Hörspiele

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Gang nach Buchenwald Von Christoph Korn Nach einem Gespräch mit dem Shoa-Überlebenden Naftali Fürst (Haifa) und Textfragmenten aus dem Buch Hiob, von Paul Celan, Pauline Oliveros und Christoph Korn Mit: Jana Schulz, Tom Jacobs Komposition: Christoph Korn Akkordeon: Sven Hermann Dramaturgische Beratung: Claas Morgenroth Nach einer Idee von Rolf C. Hemke Produktion: Deutschlandfunk Kultur / Kunstfest Weimar / ACHAVA Festspiele Thüringen, Stiftung Buchenwald 2020 Länge: 50" (Wdh. v. 13.09.2020) Ein komponierter Audiowalk mit Erzählungen Überlebender über den Weg aus Weimar zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Vom Weimarer Hauptbahnhof führt ein etwa zweistündiger Fußweg zum KZ Buchenwald. Diesen Weg mussten tausende Opfer des Naziregimes gehen. Am 16. April 1945, kurz nach der Befreiung des Konzentrationslagers, folgten ihnen auf Anordnung des amerikanischen Oberkommandos rund 1.000 Weimarer Bürgerinnen und Bürger. Sie sollten das Grauen von Buchenwald mit eigenen Augen sehen. Zum Gedenken an diesen Weg hat der Medienkünstler Christoph Korn einen Audiowalk für das Projekt "Gang nach Buchenwald" des Kunstfest Weimar komponiert. Sein gleichnamiges Hörstück ist ein Sich-Nähern: im Gehen auf Asphalt, Teer, Laub, Kies, hin zu jenem unaussprechlichen Ort. Ausgangspunkt des Hörspiels ist ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Naftali Fürst. Diese Produktion wurde mit Kunstkopf-Mikrofonie hergestellt. Bitte Kopfhörer aufsetzen. Mit freundlicher Unterstützung von Margol F. Guttman, Director of International Cultural and Artists Exchange, Ein Hod, Israel. Christoph Korn, geboren 1965 in Frankfurt a.M., studierte Philosophie und Politologie in Frankfurt. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Audio- und Medienkunst. Die künstlerischen Werke basieren in den letzten Jahren zunehmend auf Versuchen des Maskierens, Löschens oder Entziehens. Korn erhielt internationale Preise und Stipendien. Sein Hörspiel "Waldstueck" wurde beim Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: "Consolamini" (2006). Gang nach Buchenwald

Freitag 14:00 Uhr Bermuda.funk

HÖRSPIELplatz

Im September wiederholen wir wegen der sommerlichen Temperaturen noch einmal die August-Sendung des HÖRSPIELplatzes. Wir präsentieren euch eine Collage zum Thema Sommer. Ob Geräusche im Alltag oder im Film, ob Lebensgefühl oder Sehnsucht: die Vielfältigkeit der heißen Jahreszeit, eingefangen von Christina, Vanessa, Anette und Irene. Verwendete Musik (in Jedermann): Titel: Violin Concerto in G minor, RV 315 "Summer" - I. Allegro Interpret: John Harrison Komponist: Antonio Vivaldi CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de) ...

Freitag 19:00 Uhr rbb Kultur

ARD RADIO TATORT

Tote Mädchen ertrinken nicht Von Ben-Alexander Safier Mit Aysima Ergün und Timo Weisschnur Komposition: Andreas Koslike Regie: Janine Lüttmann Produktion: RB 2020 - Ursendung -

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Publikumswunsch: Ein toter Hahn wird selten fett (1/2) Zweiteiliges Kriminalhörspiel Von Jutta Motz Gefährliches Erbe eines Ehemannes Ruth: Susanne Uhlen Almuth: Nina Hoger Marlene: Angelika Bartsch Hertha: Gisela Zülch Klaus: René Heinersdorff Borell: Hermann Lause Portier / Telefonstimme: Karlheinz Tafel Stöckli: Siegfried Kernen Sophie: Elisabeth Volkmann Billroth: Jürg Löw Meinrad: Charles Wirths Regie: Annette Kurth Produktion: WDR 2000 Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Liebesgeständnis» von Fred Kassak Ein älteres Paar und ein jüngeres Paar. Gastgeber und Gäste. Schauplatz: ein einsames Landhaus irgendwo in Frankreich. Man ist höflich, unverbindlich, distanziert. Aber dann beginnen Madame und Monsieur ihre Mieter zu belauschen. Warum? Und was führen der junge Herr und seine Begleiterin im Schilde?

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Thank Bob for Beatniks Von Bob Kaufman/Andreas Ammer Mit Patti Smith, Moor Mother, Angel Bat Dawid, Durs Grünbein und anderen Musik: Markus Acher/Micha Acher/Leo Hopfinger Realisation: Andreas Ammer/Markus Acher/Micha Acher BR 2020 Ursendung Allen Ginsberg erzählt, dass es Bob Kaufman war, der die Bezeichnung "Beatnik" für ihre gemeinsame Lebenshaltung propagiert habe: Halb harter Beat wie im Jazz, halb zielloser Sputnik im Weltraum, stets unterwegs auf den Straßen und in den Cafés, am besten am North Beach, oben in San Francisco. A place is the space. Natürlich führte das FBI eine Akte über den ehemaligen Seemann Bob Kaufman. Aber das Büro verzweifelte fast am Lebenswandel des Bohème-Dichters mit karibisch-deutschen Wurzeln, der - öfters leicht berauscht - durch die Straßen von San Francisco schlenderte und jedem seine Gedichte vortrug (wenn er nicht gerade im Protest gegen die politischen Zustände in den USA in ein mehrjähriges Schweigen versunken war). Zwar hatten die Kommunisten den unsteten Genossen aus ihrer Partei geworfen, aber das FBI führte Kaufman weiter als verdächtigen, obdachlosen "drifter". Es fand trotzdem weder seinen Wohnort noch war man sich sicher, ob man überhaupt den richtigen Bob Kaufman verfolgte, der im Beverly Hills Hotel als Kellner wegen Drogenkonsums gefeuert worden war und den es dann nach San Francisco verschlug, wo er Zeitschriften mit dem seltsamen Titel "Beatitude" herausgab, des Öfteren verhaftet wurde und "Abomunistische Manifeste" verfasste, die keiner verstand, der nicht ein früher Beatnik oder ein später Dadaist war: Auf "Engpop, emgpop, boint plolo, plolo, bob bob" endet die Abomunistische Rationalhymne. Zweimal wurde Bob Kaufman, der große Unbekannte der Beatniks, in Europa entdeckt. In Frankreich, wo er heute noch als "Schwarzer Rimbaud" bezeichnet wird und in der Ost-Dichterszene um Durs Grünbein, Bert Papenfuß und Sascha Anderson, die 1990 gemeinsam seinen Gedichtband "Solitüden" übersetzten und in einem Privatdruck herausbrachten. Für das Hörspiel "Thank Bob for Beatniks" haben Andreas Ammer, die Gebrüder Acher und Leo Hopfinger eine verloren geglaubte Lesung des legendären Dichters aufgespürt und mit Musik versehen. Zusammen mit der FBI-Akte, Erinnerungen von Allen Ginsberg, Lesungen der afro-amerikanischen Jazz- und HipHop-Musikerinnen Angel Bat Dawid und Moor Mother und der legendären Patti Smith haben sie ein akustisch-anarchistisches Epitaph für den fast vergessenen Dichter errichtet, der einer der wenigen wirklichen Avantgardisten Amerikas gewesen ist. Bob Kaufman, Autor, geb. 1925 in New Orleans, gest. 1986 in San Francisco. Mitbegründer der Beatbewegung. Werke u.a. "Abomunist Manifesto" (1959), "Second April" (1959), "Does the Secret Mind Whisper?" (1960), "Solitudes Crowded with Loneliness" (1965). Andreas Ammer, Hörspielautor, Journalist. Werke u.a. "This is Ben Hecht...reporting live from the Revolution" (zusammen mit Markus und Micha Acher, BR 2019).

Freitag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street: Der letzte Tanz (1) Von Felix Partenzi und Viviane Koppelmann Mit: Johann von Bülow, Florian Lukas, Stefan Kaminski, Peter Jordan, Katharina-Marie Schubert u. v. a. Regie: Felix Partenzi / Viviane Koppelmann (Produktion: DAV 2015) Die Baker Street ist wieder vollständig anwesend: Im finalen Fall der Kult-Serie spitzt sich die Lage zu und Sherlock ist kurz davor, Moriarty endlich dingfest zu machen. Doch ist er das wirklich? Nicht nur Watson, auch Lestrade und Mycroft hegen ernsthafte Zweifel an Sherlocks geistiger Gesundheit - der weicht dem Licht der Öffentlichkeit plötzlich nicht mehr aus und tingelt von einer Talkshow zur nächsten. Zu seinem 40. Geburtstag wünscht sich der Consulting Detective gar ein rauschendes Fest. Eines sei verraten: Die Party ist der Knaller! Es wird laut, rasant und äußerst knifflig! (Teil 2, Freitag, 2. Oktober, 22.03 Uhr)

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